| 

"Beim
Hören einiger Multi-Track-Bänder drehte er die Musikspur weg,
um den Gesang deutlicher hören zu können. Nach wenigen Takten
schaltete er dann spontan den Gesang aus und drehte statt dessen
die Drum&Bass-Spur überlaut in den Vordergrund. Der Effekt
war überwältigend. Tubby fertigte ein paar Dub-Plates von den
so gemischten Tracks und brachte sie
zu seinem Soundsystem. Nachdem er dort das Rocksteady-Stück "You
don´t care" von den Techniques gespielt hatte, legte er seinen
Dub-Mix desselben Dub-Plate.
Der a-capella-Gesang setzte ein. Grell schallten
die Stimmen aus den Hochtönern - wurde dann plötzlich
mitten im Wort abgeschnitten, währnd die letzte Silbe noch im
Echo, das endlos zwischen linkem und rechtem Kanal hin
und
her zu pendeln schien, nachhhallte. Die Erwartungs- spannung steigerte
sich bis zum Höhepunkt - bis schließlich mit einem gewaltigen
Donner die Basslinie hereinbracht und die Snaredrum detonierte.
Wie durch eine magische Kraft bewegt, begann der Boden unter den
Füßen der Tänzer zu vibrieren. Träge wälzte sich die schwere Basslinie
voran und füllte den Raum mit einer warmen, mystisch- magischen
Atmosphäre. Das Publikum geriet außer Rand und Band - das Sound-System
schien zu explodieren. Die ganze Nacht spielte Tubby nur die vier
von ihm gedubbten Stücke"
http://
members. aol. com / suwanni/ Musik4c.htm#491
^

philosophie

der
studiobunker hat sich der produktions- philosophie des reggae
und artverwandter musik verschrieben, wie vielleicht nicht jeder
weiss, hat reggae nicht nur was mit gras rauchen, "jah rastafari"
und vor allem nicht mit sunshine zu tun, nach meinem besuch in
einigen studios in kingston-jamaica habe ich schnell festgestellt;
hier wird musik auf eine andere art produziert (mehr spontanität
und chaos statt rechenschieber) und die ergebnisse sind einfach
besser, jamaica ist das musikland überhaupt, hier ist musik der
grösste exportschlager, was ist anders? ein wichtiger punkt ist
das mischpult, es ist nicht nur eine sammelstelle für audiosignale,
sondern es ist ein musikinstrument im besten sinne, der mann am
mischpult
(the dubmaster) entscheidet über das arrangement des songs,
er entscheidet, welche instrumente er gerne im mix hätte und welche
nicht so gut passen, und kein musiker würde sich hinterher
beschweren,
daß er im mix nicht so gut bzw. garnicht zu hören sei, wenn es
der gesamtsache dient, DUB (auch eine jamaicanische erfindung)
bedeutet ja auch wegnehmen und nicht noch mehr obendraufpacken,
damit's
gut wird, in vielen reggaesongs bleiben dann oft nur noch bass,
drums und vocals übrig, aber man bemerkt den verlust der anderen
instrumente überhaupt nicht, übrig bleibt nur ... ^
|


|
...
ein luftiger, transparenter, druckvoller sound, die entstandenen
luftlöcher werden durch excessiven gebrauch an effektgeräten (federhall,
tapedelay, autowah, fazer...etc.) wieder gefüllt, und das hat
noch garnichts mit voodoo zu tun, das ist nur freundliche ohrenbehandlung,
das, was dann im mix an bass, drums und vocals übrig bleibt, muss
natürlich sehr gut (göttlich) gespielt sein, denn was nicht göttlich
gespielt wurde, wird auch nie einen göttlichen sound haben (wird
die dancehall nicht "anbrennen")
^

analogsound



ein
wichtiger punkt ist die nutzung von analogequipment, warum analog?
heutzutage ist man in der lage, mit einem computer und einer guten
soundkarte schon recht ansprechende sounds zu erzeugen, der studiobunker
bietet in dieser richtung auch alles an, wenn es aber um
eine bestimmte klangästhetik geht, vor allem
die aufnahme von akkustischen und elektroakkustischen
instrumenten, und den sound der 50er bis 80er jahre favorisiert,
kommt man um analoges equipment nicht herum, erreicht damit auch
einfach eine grössere dynamic, tiefe und musikalität, der studiobunker
hat ein paar schmäckerchen
in seiner sammlung und ist in der lage, von der aufnahme auf 16
spur 1" tascam MS16 audiotape,
bis zur pressung im benachbarten plattenstudio randmuzik die analoge signalkette
nicht zu verlassen.
weiterlesen >>>

drumsound
....als
sie sich 1975 im "Channel One" Studio der Hookim-Brüder
wiederfanden. Von hier aus starteten Sly&Robbie die Rockers
Revolution des Reggae - paradoxerweise mit Neuaufnahmen alter
"Studio One"-Riddims aus den sechziger Jahren. Aber
nicht nur die neue Spielweise der "Revolutionaries"
machte das Studio berühmt, sondern auch sein einzigartiger
Sound. Nur hier im Channel One Studio, war der Sound so dicht,
so trocken und so schwer, daß in der Dancehall die Wände
vibrierten. Dieser Sound war Großartig! Die Produzenten
standen Schlange vor der Studiotür; Sly&Robbie spielten
gelegentlich bis zu 20 Rhythm-Tracks an einem Tag ein.
weiterlesen
>>>
|