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meine erfahrungen, die ich seit '96 größtenteils auf der ostsee boddengewässer und nordsee mit meinem acat_bimare bj '80 als wanderboot gemacht habe und zwar langstreckenmässig, ___________________________ meine grösste tour bis jetzt, stralsund - göteborg - oslo - skagen - jammerbucht - grosser belt - stralsund in 2003, dauer 1 monat, (natürlich in etappen, 1-2 am tag, längste nonstopfahrt falster- malmö ca.110 km) ich habe im laufe der jahre meine taktik und technik immer mehr verbessert, habe auch negative erlebnisse, brüche und defekte gehabt, aber das boot gibts immer noch, ausser, daß ich die beams jetzt mal austauschen muss, macht es noch einen sehr soliden eindruck, man kann so ein leichtes boot natürlich auf dauer nur heil durchbringen, wenn man sich einen sehr materialschonenden fahrstil aneignet, d.h. 1 rumpf sollte geflogen werden, günstiger winkel zur welle, notfalls tempo vermindern, kein festes ziel haben, notfalls ziel ändern, im schlimmsten fall sogar etappe zurück, bei schlechtem wetter an land warten, immer die ruhe bewaren, wetterbericht lesen, viel zeit in reserve haben.
bei kap arkona mein segel equipment sind kompass, gps-handy, notsender, 7mm neoprenanzug+ 7mm weste+schuhe, wollmütze, segeljacke mit kapuze, 130l ortliebsack, extra trockensäcke für doppelten schutz, 2mann doppelwandzelt (passt exakt auf trampolin), isomatte, schlafsack, 10 tupperdosen ca.1liter für hauptsächlich trockenes (spagetti, reis, kaffeeweisser statt milch, müsli, tee, kaffee, kekse, tütensuppen, ) 5l wasserbehälter, gemüse-wurstbüchsen, campingkocher, kartuschen, vitamin-brausetabletten, frisches obst und gemüse wird unterwegs nachgekauft, gaffa, werkzeug, 50cm alupflock zum bootfestmachen, alle sachen kommen komplett in den grossen ortlieb-rucksack, welcher mit einem losen 2m seil am vorderen beam gesichert wird, und nach jedem manöver (auf langstrecken gibts ja weniger davon) auf die luvseite gezogen wird, trapez fahr ich auch nicht, in die rümpfe wird bei mir garnichts verstaut, ausser eine tüte für müll, zum aufrichten (bin seit jahren nicht mehr gekentert) könnte man im notfall den ortliebsack mit nutzen, indem man ihn auf den rücken schnallt ich hab noch nie nasse klamotten oder
schlafsack gehabt, selbst wenn es 1 woche lang durchregnete,
dragor, südlich von kopenhagen die unangenehmsten erlebnisse sind die
gewitter an land, ich muss dann den mast legen (1.wegen blitzschlag und
2. böen können das leichte boot wegen des profilmastes schonmal wegblasen)
und noch schlimmer sind die flauten, da es keinen motor gibt, kurze strecken
kann man mit den steckschwertern paddeln aber für längere strecken überlege
ich mir gerade eine variante mit 2 leichten rudern, die man extra mitnehmen
müsste das mit der flaute über nacht ist mir auch schon passiert und zwar genau auf der mitte zwichen rügen und schweden blieb allmählig der wind weg, ich hab mir ausgerechnet, daß ich nicht mehr am selben tag ankommen würde, so blieb mir nichts anderes übrig, als beizudrehen, segel runterzuholen, meinen schlafsack auf dem trampolin auszubreiten, und mitten auf der ostsee zu übernachten, wunderbar, schiffsstrasse war auch weit weg, das wasser ziemlich glatt, einer der längsten tage ende juni, der himmel war klar und hell und die luft warm, am horizont konnte man noch die klippen von moen sehen, früh gegen 3.00 kam dann wieder eine leichte brise die sich 3h später bis zu einer 5 entwickelte und ich fuhr in die morgendämmerung hinein richtung schweden, hab am strand gleich weitergeschlafen. zum thema segeln in der gruppe mit mehreren booten stell ich mir nicht so einfach vor, ich glaube, daß ein boot in schwerem wetter dem anderen nicht mehr helfen kann, es bringt sich eher noch selbst in gefahr, es mangelt dann auch an kommunikationsmöglichkeiten um entscheidungen zu treffen oder kurs zu wechseln, handy, funkgerät, etc. dürfte man bei schwerem wetter kaum noch nutzen können, rufen funktioniert auch nicht mehr, die bessere lösung ist, mehrere personen auf einem boot, oder alleine fahren. ein leichtes boot stellt für mich ebenfalls
eine grössere sicherheit dar, weil man es am strand im brandungsbereich
einfacher händeln kann, (ich denke da besonders an mein nordseeerlebnis
jammerbucht nordwest stärke4-5 fast schon atlantikbrandung) mein boot
wiegt 100 kg ohne gepäcksack, lässt sich noch passabel alleine anheben
indem ich unter dem mastbeam anfasse das boot ausstemme und auf dem heck
schleifend den strand hochziehe, damit es im trockenen steht, zu diesem
zwecke habe ich mir die hecks den letzten meter nocheinmal untenherum
mit laminat verstärkt, (glasfaser und eine dose polyester gehört sowieso
immer zu meinem reparaturset für unterwegs) ausserdem lässt sich
ein leichtes boot besser aufrichten und wartungsarbeiten an land bei denen
man das boot alleine auf die seite legt, lassen sich besser ausführen.
letzter breiter sandstrand träslövsläge bei varberg, boot mit alupflock gesichert, drauf übernachtet OSLOTOUR (stralsund,öresund kattegat bis varberg
übergehe ich gleich mal, obwohl das auch nicht langweilig war)
boot auf stein gezogen in der regel fährt man im schutz der inseln, (die schlimmsten wellen sind eigentlich immer die von den 1000 motorbooten die dort scheinbar ohne geschwindigkeitsbegrenzung fahren und einen richtig ärgern können) aber es gibt passagen (zum glück nur kurze), an denen man auf's offene meer fahren muss und dann kann es richtig ungemütlich werden, weil vor den inseln unangenehme welleneffekte auftreten (grundseen, strömungen und reflexionen gleichzeitig) die auch noch dann stattfinden, wenn gar kein wind ist, und man gewissermassen im zeitlupentempo an den felsen vorbeidümpelt und sich das boot (das ist der grösste nachteil eines katamarans) langsam kaputtschaukelt,
insel rörö bei göteborg, einer der seltenen regentage thema tiefgang: es gibt in diesem revier
mit dem katamaran eigentlich überhaupt kein problem versehentlich auf
einen stein zu fahren, wenn man aufpasst, alles was man mit den augen
nicht sieht, ist auch nicht gefährlich, das wasser ist sehr klar ,ausserdem
würde man es an der wellenstruktur erkennen, wenn sich plötzlich ein stein
50cm unter der wasseroberfläche befände, ich fahre auch wo es möglich
ist, mit hochgezogenen schwertern --------------------------------------- mir fallen im nachhinein vor allem die negativeren erlebnisse ein, die sich aber später im gesamtkunstwerk als positiv herausgestellt haben, ich bin immer dankbar für negative erlebnisse, wenn man was dabei lernen kann, die nächsten tage lysekil richtung norden waren von flauten und jahrhundertsommer (03) geprägt, die morgenthermik hat mich früh erstmal 3 km raus aufs meer gebracht, ab dann war absolute windstille und hitze, so hiess es für mich cool bleiben, neoprener aus und in der sonne räkeln, das kann man aber höchstens 3 stunden lang machen, dann gibts sonnenbrand, und da zeigt sich der zweite grosse vorteil des neoprenanzugs, er schützt vor sonne und hat, wenn man ab und zu mal damit ins wasser geht, einen kühlenden effekt,
bei strömstadt, rückfahrt aus falschem oslofjord hobbybergsteiger kommen sowieso die ganze
schwedische westküste voll auf ihre kosten, doch vorsicht, immer schön
den weg einprägen, sonst findet man nicht mehr zurück, der abend endete
noch mit gewitter und regenguss, ich stand gut geschützt, nächsten tag
musste ich den ganzen fjord wieder rauskreuzen, gegen mittag war ich dann
wieder auf offener see, der wind war auch fast abgeflaut und es gab noch
eine restsee vom sturm in verbindung mit grundsee (dümpel) es gab nur
einen einzigen kurs, der halbwegs fahrbar war (ich wollte auch aus dem
flachwasserbereich raus) und der ging richtung nordwest über das oslofjord
rüber, entferung 35km, weiter draussen wurde die see auch ruhiger und
der wind und die sonne kam auch wieder, so daß ich in kurzer zeit drüben
war,
oslo beweisfoto neben allen unannehmlichkeiten und entbehrungen
die man erleiden muss, oslo, 1. tag rückfahrt, bin gleich wieder
eingeladen worden zum frühstück, noch im oslofjord, auch ein seefahrer
wie fast alle dort, war total beeindruckt, schenkte mir gleich noch ein
riesenpacket an original seekarten
oslofjord rückfahrt, im letzten moment in der endlosen felsenlandschaft rettenden strand gefunden tag drauf skaggerak, steile welle, wieder riesen drama, die andere seite der vorstagsbefestigung ist abgebrochen, dramatik muss ich nicht nochmal beschreiben, siehe vorhergehende berichte, einziger unterschied, es gab keine felsen in der nähe, wieder zurück nach norwegen, netter hafenmeister hat mir wieder passendes teil gebaut, vollig problemlos, ein tag eingebüsst gings weiter richtung süden,
koster, geschützter hafen, draussen war die hölle los 45 km überfahrt nach insel koster (mittagspause,traumhaft), wieder kritische situation bei weiterfahrt, wind hatte schon stärke 6 west zugenommen, ich musste aber noch ein kleines stück (1km) offenes meer fahren, um hinter die nächsten inseln zu gelangen, legerwallsituation , riesen brandungswellen, ich hab die situation vollig unterschätzt, war sehr leichtsinnig von mir, aber ich habs geschafft, 10x durchgeatmet dann gings ohne komplikationen die nächsten tage bis göteborg, insel rörö, an der kommt man einfach nicht vorbei, ist mir ans herz gewachsen, habe ich schon auf der hinfahrt besucht, habe energien für die überfahrt nach skagen gesammelt,
bei lysekil nächsten morgen war ich mir dann nicht mehr so sicher, ob ichs machen sollte, entfernung ca. 60 km, wind sehr schwach 1 bft aus nordwest, ausserdem habe ich in der zeitung gelesen, daß eine regenfront im anzug sein soll und ob das vielleicht mit einem unwetter einhergeht, aber davon war absolut nichts zu sehen, nur sonne und hitze, also bin ich erstmal vorsichtig losgefahren, es ging dann auch sehr gut, ich habe das boot optimal getrimmt, maximale höhe, gepäcksack auf die rumpfspitze gelegt, um das gewicht nach vorn zu bringen, verringert widerstand, wasser war fast glatt, aber der wind blieb gleichmässig, so war ich doch recht schnell drüben, habe die nordspitze von skagen knapp links liegen lassen und bin dann 2km später angelandet, 5 min später waren schon am horizont die gewitterwolken zu sehen, wieder mal schwein gehabt,
skagen, im hintergrund zieht schon das unheil heran der kontrast zwichen der schwedischen und dänischen küste ist gewaltig, eben noch felsen, jetzt nur noch sand soweit das auge blickt, auch der bootsverkehr ist extrem anders, gabs in schweden 100erte boote, hier gabs kein einziges und ich sollte auch später noch erfahren, warum das so ist, nachdem ich die überfahrt von göteborg nach skagen glücklich überstanden habe, gings die nächsten tage zwichenzeitlich mit meiner seeligen verfassung etwas bergab, ich fühlte mich weiter von zu hause weg als in oslo, hier gab es kaum eine menschenseele, die strände waren 10x so gross wie an der ostsee, überall standen schilder mit totenköpfen "baden strengstens verboten" , ich fühlte mich, als wäre ich auf dem mars gelandet, auch das wetter erzeugte eine unheimliche stimmung, es war bewölkt mit ab und zu regen, schlechte sicht, wind west3, angst und fremde lag in der luft, also beste voraussetzungen für entdeckertum und viel adrenalin, mein plan war, die jammerbucht entlang zu segeln, wenn man schonmal hier war, ins limfjord rein und dann zurück richtung heimat, bis hirtshals bin ich gut hochgekreuzt, aber kaum um das kap herum, hatte ich plötzlich sehr steile see gegenan, musste mich schon sehr konzentrieren um die wellen gut zu parieren, mein erstes landungsmanöver knapp hinter hirtshals lies dann schnell klar werden, daß man es hier mit ganz anderen naturgewalten zu tun hatte als in der ostsee, (obendrein gefährliche buhnen)
jammerbucht, wanderdünen 100m hoch, später frischte wind auf, etmal 140km nächster tag war dann der stressigste der ganzen tour, früh gut durch die brandung rausgekommen weil die see zum glück noch ruhig war, kurs war so hoch wie möglich am wind, am land lang fast schon gekniffen, wind drehte im laufe des tages von west auf nordwest zunehmend, ich habe pause sehr lange herausgezögert um nicht zu viel an gewonnener höhe zu verlieren, bis ich irgendwann nachmittags dann doch nicht mehr konnte und nach ca 60km völlig gestresst landete, (torup strand), aber diesmal war die brandung schlimmer und kam seitlich hereingewischt, hat mir den kat 20m weggerissen, bei jeder welle wurden unmengen an sand mit aggressiven kleinen steinen bewegt die laute knallende geräuche am boot erzeugten, ehe ich mich versah, war der kat schon halb im lockeren untergrund verbuddelt und ich konnte ihn gerade noch wieder freiheben und höher ziehen, so richtig gemütlich pause machen war hier auch nicht möglich, die brandung machte einen lärm wie ein düsenjet, ich lief ca 3-400m hoch um hinter die dünen zu gelangen, hier war es ruhig, aber ich musste ständig aufstehen um einen blick zu werfen, weil die tide sehr schnell steigen und das boot mitreissen konnte, also hier gab es keine ruhe, mir wurde das dann auch immer unheimlicher, hier wollte ich einfach nicht mehr bleiben, und nur gegen wellen anknüppeln hatte ich auch keine lust mehr, wollte nurnoch umdrehen und mit gutem wind zurück, also beschloss ich hier, limfjord sein zu lassen und den heimweg anzutreten, habe suppe hecktisch hintergeschlürft, dann das meer eine weile beobachtet und eine taktik gesucht heil durch die brandung zu kommen, schaulustige haben sich auch ungläubig positioniert, die haben hier wahrscheinlich noch nie einen kat gesehen, jetzt durfte ich nicht versagen, aber ich war mir genauso unsicher wie die leute, also gute miene zum bösen spiel, unschuldig pfeiffen, alles nochmal festgezurrt und los gings, das wichtigste ist ordentlich dampf auf die segel zu geben damit man genügend power hat, schnell und manövrierfähig, um sich zwichen den brechern durchzuschlagen, ausserdem muss man höllichst aufpassen nicht vom boot gespült zu werden und wenn das boot kentern würde, wäre es durch das trampolin sehr angreifbar und zerbrechlich oder der mast bohrt sich in den untergrund, letztendlich konnte ich nicht ausweichen und bin voll in einen brecher reingerammt, kam auf der anderen seite wieder raus, zwar 10m zurückgeworfen, aber habe es geschafft, habe drei laute jubelschreie losgelassen, dann ging es mit volldampf und achterlichem wind zurück bis hirtshals, bin an dem tag ca 140 km gefahren, 65 hin + 75 zurück, war total im eimer, boot hat auch gelitten, kleine microlöcher in den rümpfen von den steinen, habe bestimmt 60kg wasser spazieren gefahren, bemerkt man auf vorwindkursen garnicht, wenn man eine monsterwelle nach der anderen absurft, erst als ich boot aus dem wasser ziehen wollte,
hirtshals, rümpfe geflickt nächsten halben tag rümpfe mit gfk reparaturset
geflickt dann gings weiter mit west5 und schrecklichen wellen aber zum
glück achterlich, da macht es sogar richtig spass und ich war immer wieder
froh mich für diesen rückfahrtkurs entschieden zu haben, skagen highspeedmässig
im abstand von 200m gerundet, 100te schaulustige, springflut war noch
das geringste problem und daß sich danach ein schlimmeres wellensystem
aufbaute, was ich aber nicht erwartete war, daß der wind im selben moment
auch löchrig wurde, ich hatte keinen konstanten druck auf dem segel um
das boot gleichmässig zu kontrollieren, also bin ich komplett runter vom
gas, gewicht nach achtern, habe mich zeitlupenmässig vorbeitreiben lassen,
strömung kam von hinten, habe den schaulustigen zurückgewunken
sandbank, bestes schlafklima tag drauf gabs einen kleinen vorgeschmack
auf die nächste halbe woche, nämlich drückende hitze und wind so schwach,
daß man sich nicht entscheiden konnte, ob man überhaupt losfährt, und
auch noch von achtern, so daß es keinen kühlenden effekt hatte und so
langsam, daß ich während der fahrt zu 90% schlief, nur ein auge war noch
wach um den kurs zu kontrollieren,
grenaa, boot an 20m seil gesichert, letztes foto der tour, kamera leer nächster tag gings rüber auf der fährroute
nach "seelands odde" 40km, daß ich das überhaupt schaffte war
ein grosses wunder, wind nordwest 0-1 , ich musste all meine trimmkünste
anstrengen (ähnlich der überfahrt von göteborg nach skagen) um das boot
überhaupt in fahrt zu bringen, wasser war aalglatt, wind ging wahrscheinlich
erst in 2-3 metern höhe los, wie von geisterhand gezogen, bin ich rübergefahren,
kursabweichungen von nur ein paar grad liessen den kat sofort stehenbleiben
und ich musste wieder einen beschleunigungsbogen fahren, aber dann war
ich bestimmt 3mal so schnell wie der wind, was soll ich sagen, drüben
angekommen, halbe stunde später war totalflaute, ich war zufrieden, eine
übernachtung mitten auf dem see wäre nicht so gemütlich gewesen (hohes
schiffsaufkommen und starke strömung), aber es gab immer noch ein problem,
ich hatte noch keinen geeigneten strand zum anlegen gefunden und boot
fuhr keinen mm mehr, überall nur grosse steine, es gab 2 möglichkeiten
entweder ich zog das boot ca 1km bis zu einem geeigneten sandstrand (bei
35 grad im schatten und laufen auf grossen glitschigen steinen, oder paddeln
mit steckschwert hatte ich nicht unbedingt bock drauf) oder ich liess
boot hier im wasser stehen mit einem grossen stein als anker, für letzteres
hab ich mich dann entschieden, ich konnte nur hoffen, daß der wind über
nacht nicht auffrischt und keine grosse welle macht, dann müsste ich das
boot auf den steinstrand ziehen, so, jetzt kommt langsam der endspurt, für mich gabs, ob meiner nachlassenden kräfte, nur noch eine losung, die hiess, schnell nach hause kommen, es sollte aber noch 5 tage dauern, ^ die letzten 3 etappen haben mich nochmal
komplett gefordert, früh in korsor an der grossen belt brücke gestartet,
blieb ich mitten auf dem schmalandsfahrwasser in einer totalflaute hängen,
diesmal war paddeln zwecklos, entfernung zum land ca. 10 km, zum glück
konnte ich eine yacht durch winken auf mich aufmerksam machen, hat mich
dann 3h geschleppt, mir war schlecht von den abgasen und der hitze, bis
avno fjord, knudshoved odde, anlanden war nicht ratsam, grosse felsen
und steine, also boot an den holzpfälen einer reuse in 1m tiefem wasser
festgebunden, eine der ungünstigsten methoden einen a-cat zu parken, hoffentlich
kommt kein wind, vorsichtshalber übernachtete ich auf dem boot, um alles
unter kontrolle zu haben, nach ca. 1h einschlafversuch wurde ich unsanft
geweckt, der wind ist wieder gekommen und ich befand mich plötzlich mitten
in der brandung, zwar nicht stark, aber ausreichend um mir die nacht zur
hölle zu machen, das boot hat so unmögliche ruckartige bewegungen vollführt,
daß mein sowieso schon angeschlagener magen vor freude noch 3 saltos extra
machte, aber als echter seemann verlässt man sein boot erst wenn es untergeht,
hab keine minute geschlafen und mir war kotzübel, hab bei frühester dämmerung
meine sachen gepackt, bin weitergesegelt um mir einen ruhigeren ablandigen
schlafplatz zu suchen, die wärmende vormittagssonne hat mich dann langsam
wieder geheilt, |