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den sound macht nicht das instrument alleine, sondern die nachfolgende technik
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technikinterview STEFAN von "TONDREHER", (feb'04)

normalerweise haben pulte, die seit etwa 15 jahren gebaut werden, ultralineare eigenschaften, aber keinen eigenen grundklang S: keinen charakter STEFAN: so ist es, es bringt nix 1zu1 S: man soll ja auch die technik hören STEFAN: ja, den sound macht nicht das instrument alleine, sondern die nachfolgende technik

gekürzt:
S: du hast dir ja mittlerweile ein wissen angeeignet, was man glaub ich selten findet hierzulande, und hast ja so nebenbei auch noch das "absolute gehör"
STEFAN: nee, das hab ich bestimmt nicht
S: ja, aber du hörst ja zb, ob ein netzkabel am pc links oder rechtsrum reingesteckt ist, oder ob es spiralförmig gewickelt ist
STEFAN: ja, das höre ich, aber nur in meiner vertrauten hörumgebung, sagen wir mal so, ich habe mich in dem bereich beschäftigt, der für mich jetzt wichtig ist, also 2spur stereo, das, was wir an musikmaterial bekommen, auf platte zu überspielen, mit den möglichkeiten, die wir haben, in der ganzen kette (galvanik,schneidgerät, mastering etc.) alle geräte, die da dazwichenhängen, sollte man genau verstehen und beeinflussen können, was ganz wichtig ist, damit sammelt man halt erfahrung, das, was in den büchern steht, sagt ultrawenig aus, wie es hinterher akkustisch funktioniert
S: du schraubst ja auch 10000 euro geräte auf, um nach einem kurzen prüfenden blick zu erwähnen, daß du das teilweise anders gebaut hättest und wo sie wieder was eingespart haben, scheust dich auch nicht, gleich mal drin rumzulöten, um die schaltung zu verbessern, wo jeder andere die hände hebt, für dich ist nichts heilig
STEFAN: ja, es gibt kein heiligtum für mich
S: du willst ja auch nicht nur irgendeine schaltung einfach kopieren, sondern willst genau wissen, warum haben die das so oder so gemacht?
STEFAN: genau, und das ist durch messtechnik alleine nicht zu ermitteln, messgeräte sagen bloß aus, daß das gerät technisch funktioniert, daß vorn ein signal reingeht und hinten wieder raus
S: aber nicht, ob das gut klingt
STEFAN: genau, und der 2. grund warum ich mich damit beschäftige, ist die enorme geldersparnis, man könnte sich auch alles kaufen oder bauen lassen, nur, daß das dann hölle viel geld kostet, und dann weiss man ja immer noch nicht, ob das die beste lösung ist, ich habe auch nicht die möglichkeit, mir hier in leipzig 10 eq's anzuhören, um mich dann für einen zu entscheiden, ich müsste dann weiter weg fahren, dafür hab ich nicht die zeit, es ist jetzt auch so, wenn ich in ein gerät reinschaue oder einen schaltplan ansehe, kann ich schon vorher grob sagen, ob das gerät für mich funktioniert, noch bevor ich es gehört habe



S:
ok, soweit zur einleitung, kommen wir zum eigentlichen thema, du hast ein projekt geplant, was hast du vor, und warum?
STEFAN: ja, es wurde nicht direkt von mir geboren, es hat auch andere ursachen und die heissen soundcraft-pult hihi (damit meint er scherzhaft mein mischpult, d.verf.), also es hat damit zu tun, daß ich öfters bei stolle mit im studio rumsitze (damit meint er mich, d.verf.) und mir gesagt habe, es ist zwar alles gut und schön, was wir hier machen, aber wir kriegen das noch nicht ganz so hin, wie wir das gerne hätten, man denkt immer, man ist zu blöd dazu, oder so, man muss aber erstmal verstehen, daß bestimmte signale bestimmte formungen kriegen müssen, die vorher akkustisch aufgenommen worden sind, hinterher gut klingen, also nicht messtechnisch sondern akkustisch, dazu braucht man einen bestimmten vorverstärker mit bestimmten modulen und bestimmten baugruppen, die bestimmte eigenschaften haben, normalerweise haben pulte, die seit etwa 15 jahren gebaut werden, ultralineare eigenschaften, aber keinen eigenen grundklang
S: keinen charakter
STEFAN: so ist es, es bringt nix 1zu1
S: man soll ja auch die technik hören
STEFAN: ja, den sound macht nicht das instrument alleine, sondern die nachfolgende technik, ein kleiner vorverstärker mit ein paar bauelementchen der irgendwo so auf 5 quadratzentimeterchen rumsitzt, bringt nicht die soundfülle und die wucht, die halt ein etwas ausgeklügelter, sag ich mal, nach altmodischem system funktionierender vorverstärker hat, heute baut man ja auch nur noch nach kalkulation und verkauf, es geht heute hauptsächlich ums geldverdienen
S: früher war das zeug ja für einen normalsterblichen unbezahlbar
STEFAN: was sich heute zur not jeder leisten kann, waren früher werte, die einfach nicht bezahlbar waren, sowas konnte nur von riesenstudios bezahlt werden, die wirklich millionenauflagen hatten, und das geld wieder reingekommen ist
S: na, das funktioniert ja heute auch nicht mehr
STEFAN: und die sache war halt die, das wir gesagt haben, ok, neues pult ist nicht, ist zu teuer, so ist es dann passiert, das ich ein paar ältere vorverstärker geschenkt bekommen habe, von äh...
S: aus der DDR
STEFAN: genau, aus der DDR, wo ich mir gesagt habe, wenn ich 16 davon zusammen kriege baue ich die in ein rack ein, daß man die richtig als outdoor (out of regieraum) micropreamps nehmen kann, das problem war dann einfach, daß ich nicht so viele bekommen hab, wie ich brauchte, ich habe dann aber noch andere module bekommen mit ähnlichen übertragern und die übertrager sind immer das teuerste an so einer vorstufe, also locker 100 euro pro stück und die idee war die, ich habe halt die übertrager, bauteilemässig kann man sich alles kaufen, das kostet vergleichsweise nichts heutzutage, die schaltung direkt nachzubauen, war nicht sinnvoll, weil ich ein paar sachen natürlich noch besser haben wollte, sie soll eine bestimmte klangeigenschaft haben, mit lauten und leisen signalen eine bestimmte symbiose eingehen, daß man so einen verstärker gut nutzen kann, um so ein paar sachen zu modellieren, ohne einen compressor zu nehmen, ohne eq zu nehmen, ohne direkt eine klangfälschung zu hören, sondern, das ist ein eindruck, der hinterher funktioniert als mehrspursystem
S: also, daß die dynamic gehörmässig erhalten bleibt, aber technisch schon komprimiert ist
STEFAN: genau, und da gibt es bestimmte sachen, wo halt ein übertrager im eingang ganz gut ist, dazu gehört halt transistortechnik, die in Class A funktioniert, nicht unbedingt symetrisch, sondern unsymetrisch ausgeführt, also uralt-class-a-technik, dazu gehört unter umständen noch eine kleine röhre mit rein und ein passabler ausgangstreiber, ich meine, auf dem markt gibt's schon vergleichbare geräte, kostenpunkt ist aber ab 300-800 euro aufwärts pro verstärker, und das x16 war einfach nicht bezahlbar, und ich gucke mal, daß ich jetzt auf dauer so langsam einen kanal entwerfe, wie ich ihn haben will, dann natürlich akkustisch teste, wie er am besten funktioniert, so db-mässig, wie die kompression funktioniert, wie das klipping klingt, an welcher stelle es wie klippen soll etc.
S: ich sag mal, uns bleibt nichts anderes übrig, wir machen an der stelle später weiter, mit vielleicht schon ersten testergebnissen, danke!

fortsetzung folgt

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