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den sound macht nicht das instrument alleine, sondern die nachfolgende technik
interview mit
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von tondreher

analogsound
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ten colors nach veröffentlichung des mittlerweile vierten albums ...
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downbeat ist eine schon etablierte leipziger reggae rocksteady ska band
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drumsound

....als sie sich 1975 im "Channel One" Studio der Hookim-Brüder wiederfanden. Von hier aus starteten Sly&Robbie die Rockers Revolution des Reggae - paradoxerweise mit Neuaufnahmen alter "Studio One"-Riddims aus den sechziger Jahren. Aber nicht nur die neue Spielweise der "Revolutionaries" machte das Studio berühmt, sondern auch sein einzigartiger Sound. Nur hier im Channel One Studio, war der Sound so dicht, so trocken und so schwer, daß in der Dancehall die Wände vibrierten. Dieser Sound war Großartig! Die Produzenten standen Schlange vor der Studiotür; Sly&Robbie spielten gelegentlich bis zu 20 Rhythm-Tracks an einem Tag ein.

gefunden in: http://www.oktober.de/reggae/ seite 138

hier einige gedanken zur erreichung eines fetten reggaedrumsounds, nicht mit programmierten drums (das ist ein anderes thema und viel einfacher), sondern echt gespielte drums sly dunbar-like,
warum geben wir uns überhaupt die mühe, ein schlagzeug einzuspielen, es ist doch viel einfacher mal schnell ein bißchen herum zu programmieren, etwas bassdrum hier, hihat dort, bass da, eine brise offbeats obendrauf, mit percussion abgeschmeckt, und 2 tage ziehen lassen, am ende noch alles schön quantisieren, klingt doch irgendwie schon ganz passabel, spätesten wenn drauf gevoiced wird, kommt noch die portion flow dazu, die bis dahin fehlte, vorausgesetzt der sänger hat's drauf, es gibt aber sachen, die lassen sich einfach nicht programmieren, und wer letztlich auf der suche nach dem absoluten reggae-gral ist, kommt ums spielen nicht herum und ausserdem, spielen macht mehr spaß

reggae drumsound

sly dunbar wie hat der knabe seinen fucking sound hingekriegt (P.S. er weiß es wahrscheinlich selber nicht, aber seine ingenieure) eins ist sicher, es ist teuer und nur das beste von allem ist gut genug, in jamaica wird nämlich zwar mit wasser gekocht, aber mit verdammt schwerem, zur errinnerung ein kleines klangbeispiel, hier >>> oder hier >>> und ein typisches klangbeispiel, wie es nicht sein sollte (bald) ich werde mich nur auf die unterschiede zu herkömmlichen schlagzeugaufnahmen konzentrieren, denn überall micros dran - dann ins mischpult - dann alles lautmachen - und dann wohlmöglich über den schlechten sound ärgern, kennt ja eh jeder, und würde nur langweilen, für alle, die nicht bis zum schluß lesen wollen, zuerst die ...

eckpunkte

1. richtiger drummer
2. grosser ,trocken klingender raum, 8m würfel oder mehr
3. auswahl des richtigen instruments und korrektes tuning, bassdrum und snare sollten kurz klingen
4. weitestgehend normale microphonierung, snare benötigt noch kondensatormicro von unten
5. korrekter monitorsound, laute kopfhörer mit hoher natürlicher dynamic
6. hochwertige preamps, eq's, ordentlich in sättigung gefahren, analogband
7. alles gegatet, ausser das blech, compressoren
8. brutalstmögliche nachbehandlung mit effekten, envelope-follower, trigger, tempodelay, modularsystem etc.

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Die Bassdrum "marschierte" mit einem Schlag auf jeder Zählzeit durch den Rhytmus, während das Hihat einen schnellen, treibenden Rhytmus spielte und die Snare auf der dritten Zählzeit im Rim-Shot d.h. (Fell und Schlagzeugrand gleichzeitig) angeschlagen wurde.

gefunden in: http://www.oktober.de/reggae/ seite 137

1. drummer

ist soweit logisch,aber es gibt wirklich ein paar sachen die wichtig sind, z.B. sehr konstante hohe anschlagsstärke von bassdrum und snare ohne lautstärkeschwankungen und immer den gleichen beat über 4 min durchhalten, hört sich leicht an, muß man aber erstmal machen, damit's dem drummer nicht zu langweilig wird, spielt natürlich immer die ganze band und wenn möglich, singt sänger mit, um sich gegenseitig mit energie zu pushen, um so konstanter die anschläge sind, um so mehr freiheiten hat der mann/frau am mischpult, er kann die pegel, die gates und compressoren, EQ's etc. präziser einstellen, was letztlich besseren sound bringt, und das ist ja das, was wir wollen

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2. raum

das ist fast der wichtigste punkt, die besten, teuersten micros nützen nichts, wenn der raum nicht stimmt, das wird sehr oft unterschätzt, wir brauchen einen raum, der so gut wie keine zusatzklangfarbe mit einbringt, also ein raum ohne klang und ohne übermässig hörbaren nachhall und das muss ein sehr grosser raum sein, der außerdem gut gedämmt ist, denn nur ein großer raum kann auch einen großen und offenen sound machen (mindestens 7-8m kantenlänge, auch nach oben, möglich wäre z.b. eine große scheune mit erdigem boden, wer nur einen kleinen raum hat, muss diesen aufwendig abdämmen, linear über den gesamten frequenzbereich ) sämtliche frequenzen sollten nur minimal zurückreflektiert werden, um interferenzen zu vermeiden, interferenzen bewirken, daß die zurückreflektierte welle sich mit der originalwelle überlagert, so daß sich bestimmte frequenzbereiche auslöschen und andere wiederum verstärken, hat zur folge, daß der sound ausgedünnt wird, matscht, verfärbt und an druck verliert, insbesondere bassdrum und snare, bei anderen stilrichtungen (rock,ska) mag das sogar erwünscht sein, aber wir brauchen den unverfärbten vollen auf's auge-sound, zumal die drums im mix auch richtig vorn stehen sollen, der trockene raum hat ausserdem den vorteil, daß er reggaemässig besser groovt und der drummer wird einfach entspannter spielen, ausserdem ist das übersprechen der einzelnen micros viel geringer, man hat auf jedem micro nur das instrument, was man braucht, ist sehr wichtig für dubgeschichten, man kann jedes instrument weitestgehend herausregeln, oder einen völlig anderen effekt verpassen, sogar ein bass, der noch im selben raum mitspielt, hat in einem erträglichen maße geringes übersprechen

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3. instrument

ein guter drummer zeichnet sich nicht nur dadurch aus, daß er sein instrument spielen kann (daß ist ohne frage auch sehr wichtig für die soundbildung),aber er sollte auch ein gespür für die richtige auswahl der einzelteile haben und sollte sie richtig stimmen können, aber, wie soll's denn nun klingen? man kann eigentlich zusammenfassend sagen, daß alle trommeln (bassdrum, snare, toms, timbales) einen kurzen, bauchigen sound haben sollen, man kann es auch technischer ausdrücken, der hüllkurvenverlauf muß stimmen, also attack ganz schnell mit einer überhöhung des anschlags und dann ein gleichmäßig schnelles abfallen des signals nach null, ich beschreibe hier mal hauptsächlich die snare, das ist das wichtigste und kritischste instrument, das gilt dann größtenteils auch für die anderen trommeln

1. snare muß in der mitte des felles angespielt werden, oder wer's noch genauer wissen will, 5cm außerhalb der mitte, dadurch erreicht man diesen kurzen, bassigen, bauchigen, treibenden und punchigen sound, (aber jetzt bitte nicht immer mit maßband zur mugge gehen, ist nur ein kleiner tip)

2. snare darf keine billige sein, sie sollte eine hohe grundlautstärke haben, zarge sollte aus schwerem material, z.B. messing sein, dünnes blech würde einfach keinen druck bringen, würde dem fell zu viel energie rauben, merkt man ganz deutlich auch bei den timbales

3. schlag und resofell ringsrum exakt gleichmäßig spannen, kann man testen, indem man mit dem finger das fell ringsrum antippt und an jeder schraube sollte die gleiche tonhöhe sein, die spannung des schlagfells bestimmt die tonhöhe, die des resofells bestimmt die länge des klangs, erfahrungsgemäß klingt's am besten, wenn resofell 1 halbton unter schlagfell gestimmt ist, aber hier muß man experimentieren, auch was die gesamttonhöhe der snare betrifft

4. mit klebestreifen schlagfell abkleben, würde ich nur bei den toms empfehlen, bei snare sollte man vorsicht walten lassen, um nicht den strahlenden klang zu zerstören

5. sehr wichtiges charaktermerkmal sind die schnarrsaiten, ebenfalls mit der spannung experimentieren, sind sie zu straff, klingt snare zu gedämpft, sind sie zu locker, klingt snare zu lange nach (zu rockig)

ein wort noch zur bassdrum, ganz wichtig ist, daß die bassdrum einen ordentlichen rebound hat, meint, daß man den anschlag richtig spürt, also, das fell nicht zu stark nachgibt, sonst entwickelt man auf dauer kein richtiges gefühl für unterschiedliche anschlagsstärken, ich bevorzuge deswegen lieber eine bassdrum mit kleinerem durchmesser und spanne das fell relativ locker, (schlegel wieder, wie bei snare, 5 cm unter die mitte) kleine bassdrums klingen meiner meinung nach auch härter, was wir ja brauchen, alles, was ich bis hier nicht erwähnt habe (z.b.hihat), verhält sich wie beim standartschlagzeug

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4. mikes (ist in arbeit)

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5. monitor

nur wenn die musiker sich gut hören, werden sie auch gut spielen und einen guten sound machen, es gibt 2 möglichkeiten:

a: die ganze band spielt in einem großen raum und hört sich direkt, hat große vorteile für das zusammenspiel, der sound ist am authentischsten, man spielt am entspanntesten, der aufwand (vor allem der nervliche) ist am geringsten, hat aber einen großen nachteil, das akkustische übersprechen zwichen den instrumenten ist sehr groß, späteres herausmixen einzelner instrumente aus dem mix wird zum problem, deswegen plan >>>

b: drummer spielt mit kopfhörer und bekommt seinen eigenen raum (mit glasscheibe, bassist + keyboarder + pilotgesang etc. spielen direkt ins pult, und brauchen natürlich auch eine fette abhöre im großen regieraum) soweit logisch, hierbei muß man beachten, daß die kopfhörer + endstufe sehr gut sind, d.h. sie müssen eine hohe lautstärke haben, authentische und natürliche dynamikwiedergabe, dürfen nicht zerren, dürfen nicht komprimieren, sonst passiert, daß der drummer seine spielweise auf den schlechten sound seiner kopfhörer anpaßt (ich denke hier besonders an die filigrane 16tel hihat), mit dem ergebnis, daß die dynamischen verhältnisse nicht mehr stimmen - was wird auf die kopfhörer gemixt? natürlich alles, also man sollte am liebsten schon den fertigen endmix draufgeben (inclusive raumeffekte, damit es voll klingt und drummer nicht geneigt ist, zu viel zu spielen) schlagzeug vielleicht etwas lauter als die anderen instrumente mixen, für bessere kontrolle, auch die gates auf allen trommeln sollten schon aktiviert sein, verbessert den sound nochmal

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6. preamps und analogband

jetzt wird's richtig teuer, um die hohe dynamic der drums auf konsumerdynamic herunterzukomprimieren, also für normale hifigeräte kombatibel zu machen, bedarf es hochwertiger microphonvorstufen, möglichst diskret aufgebaut,oder in röhrenbauweise, also ohne IC-technik, (IC's beschränken den klang ungemein machen ihn kleiner, dumpfer, ohrenunfreundlicher) ganz am anfang der signalkette wird der grundsound geprägt, deswegen nur hochwertige technik, ziel der übung ist es unter anderem, einen punch auf bassdrum und snare zu erzeugen, der vielleicht vorher noch garnicht da war, vorstufen mit trafoübertrager haben sich hier als vorteilhaft erwiesen, die übertrager haben die eigenschaft eine zusätzliche schwingung aufzumodulieren, oder eine art nachschwingung, der sound wird bauchiger, bassiger, druckvoller, grooviger, die röhren machen den sound strahlender, wärmer und compakter, unangenehme peaks werden gedämpft, jenachdem wie stark man sie sättigt, man sollte es aber auch nicht zu sehr übertreiben, denn das signal geht ja auch noch auf's analogband und wird dort nochmal komprimiert, doch bevor es auf's band geht, sollte es noch mit hochwertigem EQ (der ja vielleicht an der vorstufe mit dran ist, bloß nicht mit dem billigen mischpult) feinbearbeitet werden, und dann auf band nochmal sättigung nach bedarf, (ohne analogband geht natürlich garnichts) der rohsound von bassdrum und snare sollte jetzt schon fix und fertig sein, so daß man ihn durch ein einfaches mischpult schicken könnte, wenn man nicht's besseres hat und dort weiterbearbeitet, und durch den effektwolf jagt, mit toms und timbales sollte man eigentlich ähnlich verfahren, aber wichtiger ist bassdrum und snare

siehe auch: analogsound

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7. dynamics

zu noisegates gibts nicht viel zu sagen, ausser daß an bassdrum, snare, toms, timbales eins dran muss, um eine absolute trennung zu erreichen, das ist wichtig, weil auf jedes teil bei dub-sachen ein anderer effekt geroutet werden kann, die noisegates sollten eine gute audioqualität haben und sollten flink schalten, im vergleich zu normalen schlagzeugaufnahmen können sie auch etwas straffer eingestellt werden ,d.h. die einsatzschwelle (treshold) kann etwas höher gesetzt werden, weil der drummer ja hoffentlich sehr konstant laut spielt, sollte er doch ein paar leise schläge dabei haben, die aber nicht verschluckt werden sollen, kann man sich mit folgendem trick behelfen, (z.b.snare) signal auf 2 kanäle aufsplitten, ein kanal mit gate, ein kanal ohne gate im richtigen verhältnis zusammenmischen, der kanal mit gate bekommt hall oder was auch immer, der kanal ohne gate bekommt keinen effekt, alles klar? aber das gehört eigentlich schon in den bereich "tipps und tricks" demnächst auf diesen seiten, noisegates braucht man auch, wenn compressoren im spiel sind, weil compressoren das übersprechen nochmals unangenehm verstärken würden, mit dem compressor (ich rede immer von high-end) wollen wir nochmal ordentlich druck machen, man kann den anschlag (punch) nochmal herausheben, man kann den sound kürzer machen, was ja wieder zur folge hat, daß es besser groovt, man kann den sound schlanker oder breiter machen, jenachdem wie man die parameter einstellt, man kann den compressor sogar weglassen (womit man ja sowieso erstmal anfangen sollte) der fantasie sind keine grenzen gesetzt, also zusammenfassend kann man sagen:"noisegate muss, compressor kann" cheers!

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8. effekte (ist in arbeit)

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